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Natürlich hatte man als Tourist schon viel von Dubai gehört, das Wunderland mit dem tollen Wüstensand. Wo alles ein bisschen größer, außergewöhnlicher und exklusiver ist. Was aber noch immer so ist, wie im Mittelalter – so sieht es jedenfalls der westliche Urlauber – ist die Sicht der Frauenrechte.

In der Öffentlichkeit zeigen sich Frauen nur verschleiert. Will man sie fotografieren, lehnen sie das grundsätzlich ab. Sie erklären dem verwunderten Touristen „Die Angst, das Gesicht zu verlieren“, ist groß. Trotzdem zeigen sowohl die Frauen als auch die Männer eine nur selten erlebte ehrliche Freundlichkeit und echte Gastfreundschaft. Auch als Frau kann man sich bewegen, ohne beobachtet oder plump angesprochen zu werden. Weder bei den Streifzügen durch die Souks, bei Strandspaziergängen noch bei ausgedehnten Shoppingtouren.

Das Bild von der unterdrückten Frau in der Arabischen Welt wandelt sich in der Stadt der Superlative. Die Verfassung des Landes räumt Frauen etliche zivile Rechte ein. Sie können studieren, jeden Beruf ergreifen, sind wahlberechtigt und können auch selbst bei Wahlen kandidieren. Obwohl die meisten Frauen in Dubai verschleiert sind, sagt das doch nichts über ihren Bildungsabschluss oder ihre Anerkennung in Familie und Gesellschaft aus.

Man wundert sich als alleinreisende Touristin über den Respekt und die Zuvorkommenheit, der man in Dubai begegnet. Von wegen, Frauen werden in Dubai nicht ernst genommen. Die europäischen Klischees vom Leben arabischer Frauen in scheinbarer Unsichtbarkeit finden sich in Dubai nicht. Egal, ob die Frauen Akademikerinnen oder Analphabetinnen sind, zuhause haben allein nur die Frauen das Sagen. Die manchmal so machohaft und prollig wirkenden Araber werden dann zu Pantoffelhelden.

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