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Bis vor drei Jahrhunderten war die russische Halbinsel ein weißer Flecken auf der Weltkarte. Die Region war von der Zivilisation, jedweder geschichtlicher und politischer Entwicklung und auch von ruhmhaschenden Eroberern unbehelligt geblieben.

Die geografische Unzugänglichkeit bescherte dem Naturraum einen Dornröschenschlaf. Jenes Faktum macht dieser Tage den besonderen Reiz der Kamtschtka Reise aus. Nur wenige Städte und Dörfer sind im letzten Winkel der Russischen Föderation zu finden. Klirrend kalte Winter und die Unberechenbarkeit der zahllosen Vulkane hält die Menschen davon ab, Kamtschatka industriell zu erschließen. Für Naturliebhaber und Wanderer meint dies einen unbezahlbaren Gewinn.

Rauchende Vulkanberge, sattgrüne Hochtäler, blubbernde Geysire und die schiere Endlosigkeit der sibirischen Wälder lassen ihren Betrachter nie mehr los. In den Flüssen der Halbinsel schwimmen Millionen von Lachse zu ihren Laichplätzen und kredenzen dem Aushängeschild der Landschaft ein Festmahl: Dem Kamtschatka-Bären. Die Tiere zeigen sich Artgenossen und dem Menschen gegenüber besonders friedlich. Um Nahrungsreviere muss nicht gestritten werden, denn Essbares gibt es in Hülle und Fülle. Der größte Bär der Welt schleicht auf riesigen Pranken durch sein persönliches Schlaraffenland

Zu einer Kamtschatka Reise gehört ein Bad in den heißen Thermalquellen der Region. Das größte zusammenhänge Thermalfeld findet sich zu Füßen des Vulkans Kruglaja. Die Nalytschewsker Quellen besitzen eine Fläche von zwei Quadratkilometern und ermöglichen Besuchern durch einen warmen Fluss zu schwimmen. Bevor sich die Wässer in den eiskalten Gorjatschaja ergießen, bahnen sie sich einen dampfenden Weg durch die schneebedeckten Landschaften.

Viele Täler Kamtschatkas erreicht man nur via Flugzeug oder Schiff. Ein besonderes Highlight meint eine Fahrt hinaus zu den windgepeitschten Komandorer Inseln. 176 Kilometer östlich der Halbinsel gelegen, gehören sie bereits zu den Eilanden der Bering-See. Mächtige Wellen und die starke Strömung des Pazifiks machen die Seereise zu einem Abenteuer. Im malerischen Binnensee Sarannoje hat sich eine endemische Fischpopulation erhalten und an den Küsten nisten tausende Brutvögel.

 

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