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Nach ein paar Tagen Entspannung in unserem netten Familienhotel, ging es am letzten Tag in Jodhpur noch in eine saubere und wunderschöne Gartenanlage außerhalb der Stadt. Ein paar ruhige Tempel, schöne Natur, Eisvoegel und ca. 5000 Hanuman Languren gab es zu sehen. Danach wieder Entspannung auf dem Dachrestaurant und anschließend ging es mit Magan (einem Mitarbeiter) ins Kino. Wir haben uns einen gerade erschienenen Film, mit dem Titel Naksha (Karte), angesehen, eine Mischung aus hoch geladener Action (matrixartige Kampfszenen), Indiana Jones, Liebesstory und natürlich Bollywood.

Dann mit der Riksha zum Bahnhof und ab in den Zug nach Jaisalmer. Auf UNSEREM Bett liegt ein Japaner und liest. Hmm? Wir fragen ihn ob er richtig sitzt, er zeigt uns sein Ticket. Also tippen wir auf Doppelbuchung. Ich renne zum Schaffner und frage ihn was jetzt. Er weißt mich freundlich darauf hin, dass das Ticket für den Tag vorher war und soeben hinfällig geworden ist. Der Zug fährt in 4 Minuten ab. Also musste ich wieder über die Brücke ins Bahnhofsgebäude sprinten und ein neues Ticket kaufen.

Im Zug, er fährt soeben los, suchen wir uns freie Plätze und warten auf den Schaffner, der uns ein Upgrade verschafft und Plätze zuweist. Naja, Jodphur war so entspannend, da haben wir einfach die Zeit vergessen :-). Unser Abteil teilen wir uns mit ca. 40 Soldaten, die scheinbar zur pakistanischen Grenze fahren. Man merkt auch das wir so langsam in die Wüste fahren, da so ziemlich alle Liegen voll mit Sand sind und somit auch wir am nächsten Morgen. Angekommen am Bahnhof, finden wir Bilal (der Onkel von Magan), der vor kurzem in Jaisalmer ein Guest House (Jasurana Palace) eröffnet hat.

Unterkunft für 80 Rs (ca. 1,3 Euro). Beim Willkommens Chai entschließen wir uns für eine 3-tägige Kamel-Safari in die Thar Wüste. Warum so schnell gebucht? Wir haben schon 4 Leute kennengelernt, ein australisches Ehepaar und die 2 bärtigen Belgier, die die Safari bei Bilal schon gemacht hatten und begeistert davon erzählten. Noch schnell mit Bilal zum Local Market und uns Turbane gekauft, damit uns die Hitze nicht in den Kopf steigt, das hatte die Gute nämlich heute schon mit uns gemacht und uns den Nachmittag ins Bett geschickt.

Am nächsten Morgen ging es dann gegen 8 Uhr los, 40km mit dem Jeep nach außerhalb und dann ab auf die Kamele (Kashew & Lalu). Jonny (das dritte Kamel), der gerade seine Sturm und Drang Phase durchmacht, trug unsere beiden Kamelführer Rahim und Misrikan, zwei Kinder der Wüste. Das war unsere ganze Gruppe, wir 2 und die beiden Führer :-). Auch die folgenden 3 Tage bekamen wir keinen einzigen Touristen zu Gesicht. Es lebe die Nebensaison.

Die meiste Zeit ging es durch eine Art Steppenlandschaft mit viel Geröll und dank Regen (der erste seit 7 Jahren) gab es viel grünes zu sehen. Die Nächte haben wir dann in richtigen Sanddünen verbracht, die einen schon an Sandwüsten a la Sahara erinnern lassen. Die Nächte waren angenehm temperiert. Die Stille von der man nichts hört und der Sternhimmel waren einfach fantastisch. Gerne hätten wir Prof. Lesch neben uns liegen gehabt, der uns von den Geheimnissen des Universums erzählt.

Kamelreiten ist doch sehr anstrengend, man gewöhnt sich aber daran. Am letzten Tag haben wir eine etwas schnellere Gangart probiert, das macht echt Laune, auf Dauer aber zu anstrengend für unsere Wirbelsäulen. Heute haben wir uns das Fort in Jaisalmer angeschaut und nen leckeren Apfelkuchen mit Vanilleeis gegessen. Morgen geht es schon wieder weiter, wohin verraten wir aber nicht 🙂

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