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Vormals war Bergen die Hauptstadt Norwegens und einer der wichtigsten Häfen der Nordsee. Dieser Tage fahren von den Kais die Hurtigruten gen Nordkap ab. Die charmante Metropole liegt in einer Talsenke am Ufer des Byfjord und zu Füßen von sieben wuchtigen Fjellen. Im Mittelalter bestimmten hölzerne Handelskontore das städtische Antlitz. Wer Norwegen mittels Camping kennenlernen möchte, sollte die bunten Bauten von Bryggen bestaunen. Die ehemaligen Lagerhallen der Hansestadt sind die letzten Zeugen eines untergegangenen Wirtschaftsimperiums. Das Herz Bergens schlägt heute am benachbarten Fischmarkt. Die unterschiedlichsten Meeresbewohner liegen frisch gefangen auf den Tischen der geschäftigen Marktschreier und locken Touristen mit ihrem markanten Duft.

Um sich einen Überblick über Bergen und dessen malerische Umgebung zu verschaffen, lohnt eine Fahrt auf den Floyberg. Eine Standseilbahn chauffiert Besucher auf 399 Höhenmeter und offeriert damit ein einmaliges Panorama. Etwas südlich der Stadt erhebt sich ein pittoreskes, grünlich schimmerndes Haus. Das Bauwerk schmiegt sich an den Fjord Nordasvannet und atmet den Flair des 19. Jahrhundert. Es beherbergt die Ausstellung des „Edvard-Grieg-Museum Troldhaugen“. Der norwegische Komponist lebte von 1895 bis zu seinem Tod 1907 in diesem Gebäude. Eine der berühmtesten Hochzeitsmelodien entstand dereinst hier: „Hochzeitstag auf Troldhaugen“ gehört zu den meistgespielten Musikstücken in den Standesämtern dieser Welt.

Weiter im Landesinneren schneidet sich der mächtige Sorfjord in die Bergwelt der Hansestadt. Aufmerksamen Reisenden wird bei einem Blick zu den Gipfeln eine vorwitzige Felsnadel auffallen: Die Trolltunga, zu deutsch: „Trollzunge“ ragt 10 Meter in die Lüfte hinaus. Der horizontal verlaufende Steinklotz erinnert tatsächlich an eine Nase oder Zunge und ist zu Beginn noch circa fünf Meter dick. Bis zur Zungenspitze verjüngt sich dieses Wunder der Natur auf nur wenige Zentimeter. Wer den zwanzig Kilometer langen Hin- und Rückweg nicht scheut, kann auf der Trolltunga die Beine im Himmel baumeln lassen. Der steile Aufstieg setzt allerdings eine gute Kondition voraus.

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