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Nach vielen Umweltkatastrophen (Sandoz war da nur die Spitze), hatten die Rheinanliegerstaaten 1987 den seit den 50er Jahren verschwundenen Lachs zum Symbol für die ökologische Erneuerung des 1.320 Kilometer langen Flusses auserkoren. Wenn der Fisch mit den höchsten Ansprüchen an die Wasserqualität darin leben und sich fortpflanzen kann, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass das Ökosystem Rhein wieder in Ordnung ist.

Daher sind Fischtreppen am Rhein nötig geworden, da Fische aus eigener Kraft die Staustufen nicht bewältigen können. Gerade jetzt, da der Lachs sich wieder im Rhein angesiedelt hat, war ein handeln nötig.
Die Fischtreppe in Iffezheim (nahe Baden-Baden) arbeitet, um den Lachsen den Einstieg in die Treppe zu erleichtern, mit einem Lockstrom. Der Einsatz einer Lockstromturbine findet bei einer Fischtreppe zum ersten Mal Anwendung. Der positive Nebeneffekt, eine im Untergrund der Anlage eingebaute Rohrturbine anzutreiben, ist die Tatsache, dass über drei Millionen Kilowattstunden Strom jährlich erzeugt werden.

Aber auch die Funktionsweise der Fischtreppe als solche ist neu.
Mit dem Vertikal-Schlitz-Verfahren brauchen die Fische die Höhendistanz nicht mehr springend überwinden. Die 37 hintereinander angeordneten Becken können über 45 Zentimeter breite Durchgänge durchschwommen werden. Dabei müssen die Fische 300 Meter zurücklegen, bis sie am Oberwasser in den Rhein wieder ankommen. Die täglichen Zählungen belegen, dass die Fische die Anlage annehmen.
Damit ist die Fischtreppe in Iffezheim sicherlich eine der modernsten ihrer Art in Europa und auch ein Beispiel, dass Umweltschutz durchaus auch wirtschaftlich sein kann.

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